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Die »Zeitschrift für Heereskunde« Ausgabe 410 (Oktober/Dezember 2003 – Auszüge)

Schiers, Ulrich:
Helme des Hamburger Kontingents, 1814 - 1867

In diesem Artikel zeigt der Verfasser die Entwicklung der Streitkräfte der Hansestadt Hamburg von dem Kontingent in der Hanseatischen Legion ab dem Jahre 1813 über das Hamburgische Kontingent zum X. Armee-Korps des deutschen Bundes ab 1815 bis zum 23. Juli 1867 auf, als Hamburg mit Preußen eine Militärkonvention abschloß und das Hamburger Kontingent aufgelöst wurde. Die Dienst
pflichtigen, sowie 18 Offiziere, 21 Unteroffiziere und Spielleute traten in das neu errichtete "2. Hanseatische Infanterie-Regiment Nr. 76" (ab 1904 Infanterie-Regiment Hamburg (2. Hanseatisches) Nr. 76) ein.
Ergänzend zu der Formationsgeschichte und der Uniformierung in der Zeit von 1814-1867 werden auf 27 Farbbildern – dank der Unterstützung des Museums für Hamburgische Geschichte – die unterschiedlichen Kopfbedeckungen (Hüte, Tschakos, Tschapka und Helme) des Hamburger Kontingents vorgestellt.
Die Abbildung zeigt einen Helm für Offiziere der Infanterie, Modell 1845.


Ortenburg, Georg:
Unbekannte altpreußische Uniformblätter von 1788/89

Mit dem Regierungsantritt König Friedrich Wilhelm II. erfolgten in Preußen vor allem bei der Infanterie neben einer neuen Organisationsform viele Uniformänderungen. Diese sind generell bekannt. Nun fand eines unserer Mitglieder in den Städtischen Kunstsammlungen für Geschichte und Kultur der Stadt Görlitz im Nachlaß eines Herrn Johann Gottfried Schultz (1734-1819) unter anderem ein Konvolut von 36 zeitgenössischen Uniformblättern. Es handelt sich um nicht kolorierte Umrisszeichnungen in Kupferstich in einem kleinen Format (7 x 12 cm). Nach Art der Fertigung muß die vorhandene Serie wohl die gesamte Armee umfaßt haben, leider liegen nur 36 Blatt mit insgesamt 72 verschiedenen Typen vor: Offiziersuniformen diverser Art, Militärschulen und Kadetten, von der Infanterie 28 Regimenter, dann alle neu aufgestellten 20 Füsilierbataillone, die vier Landregimenter, Mineure, Unrangierte und Invaliden. Es fehlt generell die Kavallerie.
Die Abbildung zeigt eines dieser kleinen Umrisszeichnungen.